Mykotoxine sind giftige Stoffwechselprodukte bestimmter Schimmelpilze, die während des Anbaus, der Ernte, der Lagerung oder der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Rohstoffen entstehen können. Besonders häufig betroffen sind Getreide, Mais, Nüsse und daraus hergestellte Lebensmittel. Aber auch Trockenfrüchte, Kaffee, Kakao und Gewürze können von einem Befall betroffen sein. Sogar in Milch lassen sich Mykotoxine nachweisen, nachdem Nutztiere kontaminiertes Futtermittel aufgenommen haben. Zu den wichtigsten Mykotoxinen zählen unter anderem Aflatoxin, Deoxynivalenol, Zearalenon sowie Ochratoxin A.
Sie können bereits in sehr geringen Konzentrationen gesundheitsschädlich sein und stehen teilweise im Verdacht, krebserregend, immuntoxisch oder hormonell wirksam zu sein.
Die Kontamination von Lebensmitteln mit Mykotoxinen stellt daher weltweit eine bedeutende Herausforderung für die Lebensmittelsicherheit dar. In der Europäischen Union gelten für zahlreiche Mykotoxine strenge gesetzliche Höchstgehalte gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006.


